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 Das Klopfasinga

Der Brauch des Klopfersingens reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück und war vor allem in Altbayern vertreten. Die Klopfer sollten nach altem Volksglauben Geister und Dämonen vertreiben und eine gute Ernte bringen. Kinder sangen Lieder mit bis zu acht Stropfen und wurden gelegentlich sogar von Geigen begleitet. Sie stammten oft aus ärmeren Familien und waren vermummt, als Hirten verkleidet oder schwärzten ihre Gesichter, um nicht erkannt zu werden. Für ihre Glückwünsche bekamen sie meist Nüsse, Äpfel oder Früchtebrot, aber auch Fleisch oder Mehl. Für die Armen im Lande war es bittere Notwendigkeit an den drei Donnerstagen vor Weihnachten bei den Reichen anzuklopfen und um eine Gabe zu bitten.

Aus dem ursprünglischen Glückwunschritual wurde so nach und nach ein Heischebrauch, also ein Erbitten von Gaben nach dem Überbringen von Glückwünschen für Menschen aber auch Haus und Hof. Später galt das Klopfern als Belästigung, da der Brauch zur allgemeinen Bettelei wurde. Daher wurder er in einigen Regionen verboten, wie zum Beispiel schon 1616 in Nürnberg oder 1937 in Berchtesgaden. In München dagegen wurde das Klopfern 1803 als unverzichtbar und zum Recht der Bettler und Lehrbuben erklärt. Trotzdem geriet der Klopferstag langsam in Vergessenheit, bis er in einigen Dörfern als Kinderbrauch wieder neu eingeführt wurde.

Die drei Donnerstage vor Heilig Abend werden deshalb auch die Klopfernächte genannt. Klopfagsunga wird der Überlieferung nach zwischen Andreas (30. November) und Thomas (21. Dezember). Sollte der dritte Donnerstag vor Heilig Abend nach der Thomasnacht liegen, so geht angeblich "der Teufel" mit. Daher wird an so einem Donnerstag nicht klopfagsunga gegangen.

Heutzutage tragen meist Kinder Ferse oder Lieder vor und bitten um eine Spende, die dann oft dem guten Zweck zugeführt wird. Über Naturalien (Schlecksach, Guaddln und Schoklad) freuen sich die fleißigen Klopfakinder als Anerkennung natürlich auch sehr.

Quelle: Rattelmüller, Festliches Jahr, Brauchtum im bayerischen Alpengebiet

 

Mi dad interessieren wo bei eich heid no Klopfasinga ganga werd und wias bei eich hoasd. Wenns Lust habts dann schreibts ma a Mail, dann sammelt i moi und schicks am jedn dens interessiert. Eia Johannes

Kontakt(at)trachtenschmuck-ammersee(dot)de